Der Dosenöffner
Seit Beginn der 90er-Jahre hält der Ring Pull-Deckel bei Lebensmitteldosen Einzug in Küchen und Vorratskammern. Trotzdem ist der gute alte Dosenöffner – sei er nun elektrisch oder mechanisch betrieben – aus keinem Haushalt weg zu denken. Von Großmutters altem Zangenöffner bis hin zu den modernen Kantenfrei-Dosenöffnern hat der kleine Küchenhelfer eine lange Entwicklung hinter sich. „Die Dosenköche“ stellen Ihnen die Erfolgsgeschichte vor.

Peter Durand, der Erfinder der Lebensmitteldose, machte 1810 eine brillante Entdeckung allerdings mit einem kleinen Haken. Seine Lebensmitteldose ließ sich am Anfang beschwerlich öffnen. Er fand zwar heraus, wie sich Lebensmittel per Hitzesterilisation in Dosen haltbar machen lassen – doch wie sollte man an den Inhalt gelangen? Also wurde den ersten Lebensmitteldosen mit Hammer und Meißel zu Leibe gerückt, um den Deckel zu öffnen. Erst als die Dicke der Dosenwände reduziert wurde, konnte ein praktikabler Dosenöffner erfunden werden. Das Patent dazu sicherte sich 1858 der Amerikaner Ezra Warner.
Seitdem sind viele Dosenöffner-Modelle entwickelt worden. Noch aus Großmutters Zeiten bekannt ist sicherlich der Zangenöffner. Mit einem kräftigen Schlag wird seine Spitze in den Falz des Deckelrandes hineingedrückt und die Dose aufgehebelt.

Eine andere Methode wendet der klassische Handöffner an. Mit einem Rädchen schneidet er die Dose entlang der Falz auf. Elektrische Dosenöffner hingegen halten die Dose mit einem Magneten fest und drehen sie mit Motorkraft.

Die jüngste Öffnergeneration: kantenfrei und 100% verletzungssicher.
Moderne Kantenfrei-Dosenöffner liegen voll im Trend, denn sie kommen ganz ohne Messer aus und hinterlassen keine scharfen Kanten. Die Falznaht wird einfach außen am Deckelrand aufgetrennt. Der Deckel lässt sich leicht abnehmen und auch wieder auf die Dose aufsetzen. Nicht verbrauchter Inhalt kann so in der Dose noch 2-3 Tage problemlos im Kühlschrank aufbewahrt werden.
Einziger Nachteil: Diese Öffner sind im Vergleich zu den herkömmlichen Modellen etwas teurer. Doch in Anbetracht des einfachen Handlings ist es in jedem Fall eine lohnende Investition.