Großer Dosentest an den Start gegangen
Dass Lebensmittel in Dosen zeitgemäß, vielseitig sowie schnell und einfach zuzubereiten sind, liegt auf der Hand. Den Vitamingehalt im Vergleich mit frischen Lebensmitteln bestätigt eine Studie. Aber wie wirkt sich eine andauernde, fast ausschließliche Ernährung von Lebensmitteln aus der Dose auf den Menschen aus? Dazu soll der große Dosentest der Initiative „Die Dosenköche“ nun Antworten liefern.
Seit Ende September ernähren sich die vier Probanden des großen Dosentests fast ausschließlich mit Lebensmitteln aus Dosen – nach Ernährungsplänen und Rezepten der Diätassistentin und Diplom-Medizinpädagogin Birgit Blumenschein. Der Gesundheitszustand der Dosentester wird vom betreuenden Arzt für Innere Medizin Dr. Wolfram Landmann zu Beginn des Tests durch ein ausführliches Blutbild festgestellt und mit den Blutergebnissen nach Abschluss des Tests Anfang November verglichen. Für Abwechslung im Speiseplan sorgt TV- und Sternekoch Stefan Marquard.
Dosen-Menüs à la Stefan Marquard
Sternekoch Stefan Marquard begleitet den Dosentest mit seiner Expertise. Er zeigt, wie man frische Lebensmittel raffiniert mit Zutaten aus Dosen kombinieren kann und ist gespannt auf die medizinischen Ergebnisse des Dosentests. Geschmacklich ist er bereits von der Dose überzeugt: „Jeder, der behauptet, beim Kochen keine Dosen zu verwenden, lügt. Selbst in der Spitzengastronomie und Tophäusern werden Dosen verwendet, z. B. Thunfisch, Bohnen oder Mais. Ich persönlich sterbe für Dosenmais, ich liebe ihn abgöttisch.“ Und praktisch sei der Dosenmais noch dazu – frischen Mais bekäme man lange nicht so gut hin, erklärt der Sternekoch, der in den besten Restaurants Italiens sowie exquisiten Lokalen wie dem Lenbach in München kochte. Entsprechend seiner Philosophie „Erlaubt ist, was schmeckt!“ kreiert Stefan Marquard für den Kick-Off und das Finale des Dosentests Geschmackskompositionen – zum Teil aus Dosenlebensmitteln – der besonderen Art. Dabei nascht er immer mal wieder Mais oder wahlweise Sauerkraut aus der Dose.
Blutbilder der Probanden: Handfeste Beweise der Wirkungsweise der Ernährung
Dr. Wolfram Landmann, Spezialist für Innere Medizin, wird sein Urteil Anfang November abgeben. „Der Vergleich der beiden Blutbilder jedes einzelnen Probanden zum Start- und Endpunkt des Tests wird zeigen, wie sich die Ernährung auf die Gesundheit der Probanden auswirkt. Dazu testen wir Werte wie Natrium, Kalium, Magnesium, Glukose, Cholesterin und Calcium. Eine signifikante Veränderung durch den modellierten Ernährungsstil wird sich zwangsläufig in einem oder mehreren dieser Werte widerspiegeln.“
Dosentest tritt Lebendbeweis bereits existierender Studienergebnisse an
„Aus wissenschaftlicher Sicht erleichtert die Dose eine gesunde Ernährung ungemein. Mit dem Test wollen wir nun erstmalig prüfen, ob diese Aussage im Alltag Bestand hat“, erklärt Christian Pürschel, Sprecher der Initiative „Die Dosenköche“ und deutet auf die Studie des Instituts für Lebensmittelqualität in Willich und des Fachbereiches Oecotrophologie der Hochschule Niederrhein hin. Diese ergab, dass Lebensmittel in Dosen größtenteils genauso viele Vitamine wie frische, selbst zubereitete Lebensmittel enthalten. So enthält z. B. ein Fertiggericht (à 200 g) Sauerkrauttopf mit Kasslerschulter aus der Lebensmitteldose 75% der empfohlenen Tagesdosis an Vitamin C (Vergleichswert frisch: 75%) und 3,8% der empfohlenen Tagesdosis an Eisen (Vergleichswert frisch: 3,1%). Wird eine Tomatencremesuppe aus der Dose erwärmt, setzen die hohen Temperaturen den sekundären Pflanzenstoff Lycopin frei. Lycopin spielt genauso wie die B-Vitamine eine wichtige Rolle im Stoffwechsel. Es wirkt vor allem gegen krebserregende, freie Radikale (Cancerogene).
Erwartungen der Beteiligten: Klarheit schaffen in Bezug auf die Lebensmitteldose
Nach ihrer Motivation für die Teilnahme am Dosen-Experiment gefragt entgegnen Petra und Thorsten Stockhausen, Eltern von drei Kindern: „Wir machen beim Dosentest mit, weil wir wissen wollen, wie gesund Dosen wirklich sind. Wenn die Lebensmittel genauso viele Vitamine enthalten wie frisch zubereitete, werden wir sie in Zukunft öfter für die ganze Familie kaufen.“ Auch Petra Moncef, 50-jährige Probandin des großen Dosentests, möchte sich überzeugen: „Ich bin selbständig und habe wenig Zeit. Deswegen mache ich mir hin und wieder eine Dose auf. Wenn ich nach dem Test auch noch weiß, dass ich mich mit Lebensmitteln aus Dosen gut und ausgewogen ernähre, freue ich mich!“
Die Diplom-Medizinpädagogin und Ernährungs- und Diättherapeutin Birgit Blumenschein ist bereits überzeugt – Grund für sie, als Expertin die Probanden beim großen Dosentest zu betreuen: „Durch den bewussten Einsatz von Lebensmitteldosen kann man eine ausgewogene Ernährung gut unterstützen. Dies empfehle ich auch meinen Klienten.“
Den Verlauf des großen Dosentests kann man im Internet unter www.dosenkoeche.de verfolgen. Neben exemplarischen Ernährungsplänen der Probanden findet man hier Bild- und Videomaterial vom Kick-Off des großen Dosentests, ausgewogene Rezepte mit Lebensmitteln aus Dosen und weitere Informationen rund um den Vitamintresor aus Weißblech.
Über die Initiative „Die Dosenköche“
„Die Dosenköche“ sind mehr als 20 namhafte deutsche Unternehmen – Hersteller von Lebensmitteln und Weißblechverpackungen – die sich im Jahr 2000 zu einer Initiative für Lebensmittel aus der Dose zusammengeschlossen haben. Dazu zählen: Bonduelle, BUSS, Campbell´s Germany, Dreistern, Hengstenberg, Jazai, Lacroix, Lipperland, Meica, Simon, Crown Nahrungsmitteldosen, Ferrum, HOBA Lacke und Farben, ICI Packaging Coatings, Impress Metal Packaging, Informations-Zentrum Weißblech, Kleemann, Rasselstein, Satori Stocktec, Verband Metallverpackungen, Valspar, Vogel & Noot.
Oktober 2007
